Trainingsplanung: Welche Vorteile?

Ein Trainingsplan ist unerlässlich, um die Leistungen des Sporthundes zu steigern und ihn auf den Wettkampf vorzubereiten. Diese Ziele ergeben sich aus einer gezielten Optimierung der Organe und Stoffwechselprozesse, die während der sportlichen Betätigung beansprucht werden. Darüber hinaus ermöglicht die vorherige Festlegung eines Trainingsprogramms, das Auftreten von Störungen zu verhindern, die durch die Belastung potenziell ausgelöst werden können.
Die Vorteile des Trainings
Ein gut durchgeführtes Training führt langfristig zu kardiovaskulären und respiratorischen Anpassungen an die Belastung, die eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen zur Aufrechterhaltung der Aktivität gewährleisten. Tatsächlich arbeitet das Herz effizienter (insbesondere durch einen geringeren Energieverbrauch pro Schlag), das Blutvolumen nimmt zu und der venöse Rückfluss verbessert sich, was letztlich zu einer globalen Steigerung des Herzzeitvolumens führt (die Menge an Blut, die das Herz pro Minute auswirft). Auf muskulärer Ebene erhöht sich die Anzahl der Blutkapillaren, was eine bessere Sauerstoffversorgung zur Folge hat. Auch wenn das Training keine Veränderung des Atemwegsbaums oder eine Verbesserung der Ventilation bewirkt, steigt die globale Fähigkeit des Organismus, Sauerstoff aufzunehmen – dies wird als VO₂ max bezeichnet.
Auf metabolischer Ebene ermöglicht das Training unter anderem eine bessere Ausscheidung der bei der Anstrengung produzierten Abfallstoffe, vor allem aber eine Steigerung der energetischen Effizienz des Organismus.
Schließlich profitiert der Bewegungsapparat: Gelenke und Knorpel gewinnen an Effizienz, der gesamte Knochen-Band-Muskel-Komplex gewinnt an Zusammenhalt, und die Muskelmasse nimmt durch Verdickung der Fasern an Volumen zu – vorausgesetzt, das Training ist gut durchdacht und dem Alter des Hundes angepasst. Ein zu intensives Training beim heranwachsenden Welpen kann die Knochenentwicklung beeinträchtigen.
Bei der Erstellung des Trainingsplans ist es entscheidend, den spielerischen Aspekt zu betonen und die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu pflegen. Denn Ihr vierbeiniger Athlet sollte jedes Mal Freude daran haben, um langfristig sein Bestes zu geben. Zögern Sie daher nicht, Freizeitaktivitäten in Ihren Trainingsplan einzubauen.
Bei der Erstellung des Trainingsplans ist es unerlässlich zu wissen, welche Energiequelle während der Aktivität am stärksten genutzt wird und auch das Prinzip der Überlastung zu berücksichtigen. Daher ist es hilfreich, die Grundlagen der Leistungsphysiologie zu kennen, insbesondere die verschiedenen Energiesysteme.
Die Energielieferanten
Während der Anstrengung ist ATP (Adenosintriphosphat) die von den Muskelfasern genutzte Energie. Diese intrazelluläre Energie ist im Muskel nur in sehr geringer Menge vorhanden, weshalb eine sofortige Wiederauffüllung der Reserven erforderlich ist. Dafür gibt es drei Prozesse, die je nach Intensität und Dauer der Belastung bevorzugt eingesetzt werden:
- Der alaktazide anaerobe Stoffwechsel: Er kommt ohne Sauerstoff und ohne Laktatbildung zum Einsatz. Er basiert auf der Nutzung von Phosphokreatin in der Muskulatur und ermöglicht die Regeneration von ATP in relevanten Mengen. Dieses Energiesystem wird bei sehr intensiven und extrem kurzen Belastungen genutzt, wie etwa beim Start eines Laufs oder beim Sprung.
- Der laktazide anaerobe Stoffwechsel: Dieser Weg ermöglicht die ATP-Gewinnung durch Glukoseabbau, führt jedoch aufgrund unzureichender Sauerstoffversorgung zur Bildung von Milchsäure. Die Effizienz ist geringer als beim alaktaziden anaeroben System, weshalb die Leistung etwas weniger intensiv ausfällt. Dafür hält sie jedoch etwas länger an – etwa 30 Sekunden.
- Der aerobe Stoffwechsel: Dieses System wird vom Organismus bei länger andauernden Belastungen mittlerer Intensität genutzt, wie etwa bei Ausdauerleistungen. Hier dienen Fettsäuren aus dem Abbau von Fettgewebe als Hauptenergiequelle der Muskelzelle. Dieses System funktioniert ausschließlich bei kontinuierlicher Sauerstoffzufuhr.
Das Prinzip der Überlastung
Mit fortschreitender Verbesserung des Hundes in seiner Praxis wird schrittweise darauf geachtet, die Belastung allmählich zu steigern, sodass sich der Organismus weiterhin anpasst und die Leistung sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Quellen:
Praxishandbuch für Sporthunde und Gebrauchshunde: Das unverzichtbare Werk für Besitzer von Sporthunden! Dieses Buch, unter anderem verfasst von Dominique Grandjean, beleuchtet die wesentlichen Aspekte für eine optimale Vorbereitung des Sporthundes – von der Ernährung über Training und Verhalten bis hin zur Vorbeugung von belastungsbedingten Erkrankungen.
Die verschiedenen Energiebereitstellungswege: Dieser Artikel von der Website des Institut de Recherche du Bien-Être, de la Médecine et du Sport Santé (IRBMS) erklärt auf verständliche Weise die Grundlagen der Belastungsphysiologie. Eine empfehlenswerte Seite für Sportler oder Besitzer von Sporthunden!



